Kick-off-Veranstaltung

Agenda der Kick-off-Veranstaltung am 27.11.2105:

16:00 – 16:15 Uhr: Begrüßung und Vorstellung der Hintergründe der Netzwerkinitiierung

16:15 – 17:30 Uhr: Kurzvorstellung der Teilnehmer und ihrer Forschungsprojekte

17:30 – 17:45 Uhr: Kurze Pause

17:45 – 18:45 Uhr: Workshop Aktivitätenplanung und Agenda

18:45 – 19:00 Uhr: Résumé und Feedback

Informeller Gedankenaustausch in einer Lokalität in der Nähe des GSZ

 

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Call for Membership

Tourismus prägt Städte stärker denn je. Vordergründig zeigt sich dies in einem stetig wachsenden Gästeaufkommen an touristischen Hotspots. Gleichwohl brechen sich diese neuen touristischen Intensitäten auch in gentrifizierten, innenstadtnahen Wohnquartieren Bahn. Diese sogenannten New Tourism Areas sind gekennzeichnet durch eine komplexe Koproduktion und -konsumtion des Raumes durch Tourist_innen und die Stadtbevölkerung. Gerade dort ist die Erlebnistopografie der Stadt stärker denn je Resultat unterschiedlicher Raumaneignungspraktiken. Dort werden „Einheimische“ z.B. als Airbnb-Hosts oder private Reiseführer zu touristischen Leistungsträgern. Tourist_innen gestalten und erweitern indes durch ihre Nachfrage das kulturelle und gastronomische Angebot. Gleichzeitig produziert auch die Stadtbevölkerung Lärmkonflikte, die auf Partytourist_innen projiziert werden.

Diese und weitere Phänomene der Koproduktion und -konsumtion „touristischer“ Orte werfen vor dem Hintergrund des Mobility Turns für die interdisziplinäre Stadt(tourismus)forschung zahlreiche Forschungsfragen auf. Denn die Auflösung binärer Klassifikationen (Angebotsseite vs. Nachfrageseite) erzwingt eine kleinteiligere, differenziertere Benennung touristischer Praxen. Wie sonst sind die schillernden Neologismen wie „Post-Tourist“ oder „Tourist in residence“ zu erklären? (Hierzu auch vormerkenswert: 11. Tagung der Kommission für Tourismusforschung in der dgv, siehe Veranstaltungshinweise). Neben den Fragen der Bezeichnung und Abgrenzung gegenwärtiger Stadttourismuspraxen, in der etwa zu klären wäre, welche moralischen Ordnungen hier von wem aufgerufen werden, rückt die engere Verquickung von Stadt und Tourismus auch an anderer Stelle in den Fokus der „New-Urban-Tourism-Forschung“. Dabei geht es z.B. um Fragen des Zusammenhangs zwischen Gentrifizierung und Touristifizierung, um die Neuverhandlung öffentlicher und privater Räume und nicht zuletzt auch um städtische Steuerungsversuche.

Call for Membership

Um das zunehmende Forschungsinteresse am Themenkomplex New Urban Tourism / Touristification / New Mobilities zu bündeln, richtet das Georg-Simmel-Zentrum der HU Berlin deshalb eine Gruppe für Doktorand_innen und Post-Docs ein. Dabei wird – gemäß des Selbstverständnisses des GSZ – ausdrücklich angestrebt, verschiedene disziplinäre und theoretisch-konzeptionelle Perspektiven zusammenzuführen. Im Ergebnis sollen Publikationsvorhaben entwickelt und umgesetzt werden; auch die Durchführung einer Fachkonferenz wird angestrebt. Die Treffen sind in einem regelmäßigen Turnus, 2-3 Mal pro Jahr, geplant. Das Kick-off Meeting findet am 27. November 2015 im Georg-Simmel-Zentrum statt und ist als Workshop konzipiert, in dem die gemeinsame Agenda – auch in Abhängigkeit der fachlichen Schwerpunkte der Mitglieder – konkretisiert wird.

Promovierende und Post-Docs mit Interesse an einem qualifizierten, fachlichen Netzwerk sind herzlich eingeladen, sich bis zum 09.11.2015 mit einer kurzen Beschreibung ihres Forschungsschwerpunktes (max. 1 Seite) und einem tabellarischen Lebenslauf zu bewerben (bitte per E-Mail an bueroleitung-gsz@hu-berlin.de). Zum jetzigen Zeitpunkt besteht die Arbeitsgruppe aus sechs Mitgliedern (Berlin, Hamburg, Potsdam, Trier). Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte gern an die Initiator_innen Natalie Stors (stors@uni-trier.de) und Christoph Sommer (christoph.sommer@gsz.hu-berlin.de).